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Herbstregatta 2013

Zum Saisonabschluss 2013 trafen sich 25 Segler/innen mit 14 Jollen zur Herbstregatta der Seglergemeinschaft Hilden, bei strahlendem Sonnenschein und leichten Winden am Elbsee.

Die Zugvögel waren mal wieder die am stärksten vertretene Klasse. Es wurden aber auch 4 vereinseigene Jollen von zum Teil neuen Mitgliedern genutzt. Gewertet wurden die Zeiten wieder nach der Yard-Stick Formel. Das heißt die langsamen Boote haben die gleichen Chancen auf den Sieg wie die Schnelleren.

Beim Start konnten wir aber gut beobachten, dass die „gemütlichen“ Segler die Ruhe weg haben, und sich trotz Start-Hektik nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Sollen die Anderen doch schon mal vor fahren“. Die zum Teil inzwischen erfahrenen Racer, kämpften dagegen schon in der Vorstartphase um jeden Meter. Die haben sich das bestimmt beim Americas Cup abgeschaut. Es hat wieder Spaß gemacht zuzuschauen.

Diesmal hatten wir die Ziellinie dicht an unseren Steg gelegt. Das brachte zum einen spannende Zieleinläufe im Sekundentakt für die Zuschauer, und für die Segler eine willkommene Möglichkeit zwischen den Läufen eine kleine Pause am Steg zu machen. (….wenn sie schnell genug waren)

Der ablandige Wind war in Stegnähe leider etwas unberechenbar, so dass manche sichergeglaubte Platzierung kurz vor dem Ziel noch verspielt wurde. „Des einen Leid ist des anderen Freud“

Nach 2 Läufen schlief der Wind erst mal ein, und wir konnten eine größere Pause machen.

Zum Glück überlegte er es sich noch mal, nicht ohne vorher seine Richtung zu ändern. Wir legten schnell eine neue Startlinie aus, und der letzte Lauf konnte mit einer Bahnverkürzung gestartet werden.

Nach 3 Läufen hatten wir ein neues Herbstmeisterteam. Uschi und Werner mit ihrem Kielzugvogel hatten im Verhältnis die besten Zeiten gesegelt. Auf den Plätzen 2-4 folgten punktgleich die Vohrjahressieger Kai und Bernd mit Schwertzugvogel, Klaus und Bettina auch mit Schwertzugvogel, und Fiedhelm mit seinem Enkel Tim im Monarch.

Ich wünsche allen Teilnehmern eine beschauliche Winterpause.
Uwe (Regattawart)

Am Samstag, den 28. September erlebt der Elbsee seine zweite spannende Vereinsregatta in diesem Jahr.

Für uns – Uschi und Werner – ist es die erste gemeinsame Regatta. Wochen vor dem Termin sind wir uns nicht einig, ob wir überhaupt gemeinsam auf meiner Mulleflupp mitmachen sollen. Die Befürchtung, dass wir uns beim Segeln zu sehr „zoffen“ würden, ist zu groß. Wer soll die Taktik bestimmen, wer sorgt für den besseren Segeltrimm? Wer ordnet sich den Kommandos des anderen unter? Wer soll Skipper, wer Vorschoter sein? Schließlich gehen wir dann doch gut gestimmt in klassischer Rollenverteilung auf unserem Kielzugvogel an den Start.

Drei Durchläufe sind angesagt. Bei der kurzen Steuermann-Besprechung im Vereinshaus erläutert Uwe als Regattaleiter die Lage der Regattabojen auf einer Handskizze des Sees auf der Wandtafel. Der See ist in seinen Umrissen kaum wiederzuerkennen, aber wir kennen ja „unseren“ See. Neu hinzugekommen sind die vielen gelben Tonnen, die vor wenigen Tagen gesetzt wurden, und unserem Segelrevier sichtbare Grenzen setzen.

Die Sonne scheint, blauer Himmel; es weht ein teils schwacher, teils mäßiger Wind meist aus Ost.

Nachdem Uwe und Dieter mit Boot und Boje die Startlinie festgelegt haben, folgen die 14 Regattaboote. Wir umkreisen das Startboot, probieren den optimalen Start und haben dabei schon unsere Mitsegler im Auge. Kai und Christian sind unsere vermeintlich größten Konkurrenten, die schon als Sieger ins Ziel gegangen sind.

Beim ersten Lauf sind es denn auch drei Zugvögel, die immer wieder gleichauf vorne liegen. Der Dreieck-Kurs ist festgelegt durch zwei Bojen und die Insel. Mit 5 cm Abstand umrunden wir die erste Boje; in Griffweite neben uns Vizeadmiral mit Bettina und Klaus. Raumschots verfolgen wir jetzt Kai und Bernd mit Erik auf Early Bird. Der Zugvogel, mit drei Personen besetzt, ist jetzt Pacemaker – alle Achtung. Kurz vor der Ziellinie ist der Wind weg. Mit etwas Schwung erreichen wir bis auf eine Bootslänge noch Early Bird, die ebenfalls kurz vor der Ziellinie fast zum Stehen kommt. Ein Blick zurück entsetzt uns: Langsam aber stetig schiebt sich Vizeadmiral an uns heran. Die Ziellinie erreichen Bettina und Klaus sogar mit einer Sekunde Vorsprung vor uns, so dass wir hinter Early Bird und Vizeadmiral den dritten Platz schaffen. (Wir hätten doch unser Unterwasserschiff mit Kiel vor der Regatta vom Bewuchs befreien sollen.)

Der zweite Start gelingt uns punktgenau. Mit Titus und Jürgen auf ihrer 470er setzen wir uns mit unserer Mulleflupp sogleich etwas vom übrigen Feld ab. An der Nordtonne stockt es – der Wind ist wieder weg. Wende – Halse - Halse – Wende – Wind von hinten - kein Wind - Wind von vorne. Aber wir haben Platz, unsere verzweifelten Manöver auszuführen. Titus und Jürgen hängen ebenfalls. Nach gefühlten Minuten haben unsere beiden Boote die Boje geschafft. Mit achterlichem Wind geht es zügig auf die zu umrundende Insel zu, dicht an den gelben Bojen vorbei. 470er und Mulleflupp bleiben auf Sprechweite beieinander. Der Blick zurück zeigt, dass ein großes Knäuel von Booten an der Nordboje hängt und ebenfalls dort festsitzt. Jetzt können wir enorm Zeit gutmachen, bis sich die Wuling an der Nordboje langsam entwirrt. Das Fluchen der Rudergänger können wir von weitem hören. Nach der Umrundung der Insel - Halbwindkurs. Kurzzeitiges Segeln vom Feinsten. Auf der hohen Kante versuchen wir der 470er mit Abstand von einigen Bootslängen zu folgen. Titus hängt jetzt im Trapez. Vor der Südboje schrallt der Wind, so dass wir noch ein paar hektische Wenden anhängen müssen. Die 470er umrundet die Boje vor uns. Aber auch diesmal ist kurz vor der Ziellinie der Wind weg. Die 470er scheint auf der Stelle zu stehen. Diesmal haben wir nach der Südtonne mehr Schwung, schieben uns langsam an Titus und Jürgen heran und haben schließlich sogar eine halbe Bootslänge Vorsprung. Zweiter Durchlauf gewonnen!

Der dritte Start mit geänderter Startlinie – ein klarer Patzer von uns. Hinter den Konkurrenten segeln wir verspätet durch die Startlinie – Mist! Hoch am Wind, mit extrem durchgesetzten Segeln,
versuchen wir, das Feld von hinten aufzurollen. Auch diesmal ist die Nordtonne ein kritischer Punkt, doch wir können ohne großen Zeitverlust dem Windloch entkommen. Nur Early Bird ist noch vor uns. So bleibt es, bis wir nach der Südtonne vor der Ziellinie fast an Early Bird herankommen können. Kai macht noch einmal einen größeren Schlag, so dass wir uns dem Ziel und dem Sieg schon nahe wähnen. Kurz vor der Ziellinie Kreuzen mit Kollisionskurs. Am Heck der Early Bird vorbei gehen wir als zweite durchs Ziel.

Es hat uns und wohl auch allen anderen Teilnehmern einen Riesenspaß gemacht. Und dass wir nach der Auswertung mittels Yardstick von Uwe die Urkunde für den Gesamtsieg überreicht bekommen, hat uns hoch erfreut. So können wir beim anschließenden Grillen auf der Terrasse des Clubhauses mit einem kühlen Getränk enstpannen unser Wettkampfieber kühlen.

Uschi Zorn

Bildquelle: Dr. Bettina Schnittert, Corinna Overbeck, Ingo Seubert, Archiv

Yardstick-Wertung Jollen

Rang

1. Uschi, Werner
2. Kai, Bernd und Erik
3. Klaus, Bettina

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4. Friedhelm, Tim
5. Leon
6. Christian, David
7. Titus, Jürgen
8. Peter
9. Michael
10. Bernd, Lothar
11. Jonas, Ingo
12. Dieter, Peter
13. Hagen, Simon
14. Markus und Freunde

Bootsklasse

Kielzugvogel
Schwertzugvogel
Schwertzugvogel
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Monarch
Laser
Schwertzugvogel
470er
Monarch
Laisure 17
Schwertzugvogel
Lis
Pirat
Flying Fish
L17

Punkte

5
11
11
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11
14
22
23
24
27
32
36
39
40
41